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Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die sich primär durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel auszeichnet. Diese Erkrankung entsteht, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, das Hormon Insulin in ausreichender Menge zu produzieren, oder wenn die Körperzellen nicht mehr angemessen auf das vorhandene Insulin reagieren. Insulin spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels, indem es den Zellen ermöglicht, Glucose aus dem Blut aufzunehmen und zu verwerten.

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Spezifische Wirkungen bei Diabetes


In Bezug auf Diabetes zeigt der Coprinus comatus vielversprechende therapeutische Eigenschaften:


Ethanol-Extrakte des Pilzes demonstrieren signifikante antidiabetische Wirkungen. In Studien mit diabetischen Ratten konnte bei einer Dosierung von 750 mg/kg eine Reduktion des Blutzuckerspiegels um 26,69% erreicht werden. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit des Extrakts, den HbA1c-Wert bei einer Dosierung von 500 mg/kg auf nahezu normale Werte zu senken6.


Ein wichtiger Wirkmechanismus ist die Beeinflussung der Insulinproduktion und -wirkung. Der Pilz erhöht nachweislich die GLP-1-Spiegel (Glucagon-like Peptide-1), wobei die stärkste Erhöhung (71,09%) bei einer Dosierung von 500 mg/kg beobachtet wurde. GLP-1 ist ein wichtiges Hormon, das die Insulinsekretion unterstützt. Die Wirksamkeit wird durch die hemmende Wirkung des Extrakts auf das Enzym DPP-4 verstärkt6.


Darüber hinaus zeigt der Pilz ausgeprägte antioxidative Eigenschaften, die zum Schutz der insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse beitragen. Histologische Untersuchungen belegen, dass mit C. comatus behandelte Pankreaszellen weniger Entzündungen und Nekrose aufweisen als unbehandelte Zellen6.


Maitake (Klapperschwamm) als Therapeutikum


Maitake (Klapperschwamm) - Vitalpilze

Botanik und Tradition


Der Maitake (Grifola frondosa), im deutschen Sprachraum als Klapperschwamm bekannt, ist ein in Japan heimischer Pilz, der dort seit den 1980er Jahren kommerziell kultiviert wird. Der Name "Maitake" bedeutet übersetzt "tanzender Pilz", was auf seine charakteristische Erscheinung mit großen, überlappenden Fruchtkörpern zurückzuführen ist. Der Pilz zeichnet sich durch seine grau-braune Färbung aus und wächst bevorzugt an Eichen und anderen Laubbäumen1.


Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen


Der Maitake verfügt über ein breites Spektrum bioaktiver Substanzen. Als wichtigste Wirkstoffe gelten die Polysaccharide, insbesondere die Beta-Glucane. Von besonderer Bedeutung sind dabei die D-Fraktion und die weiterentwickelte MD-Fraktion, die sich durch besonders starke therapeutische Wirkungen auszeichnen2. Neben den Polysacchariden enthält der Pilz auch wichtige Proteine, Glykoproteine sowie kleinere organische Moleküle wie Sterole und phenolische Verbindungen3.


Ein besonderes Merkmal des Maitake ist seine gute orale Bioverfügbarkeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Pilzextrakten zeigt er auch bei oraler Einnahme eine hohe Wirksamkeit. Der Pilz wirkt als Immunmodulator und verstärkt die körpereigene Abwehr durch verschiedene Mechanismen, darunter die Aktivierung von Makrophagen und NK-Zellen sowie die Steigerung der Zytokinproduktion3.


Spezifische Wirkungen bei Diabetes


Im Bereich der Diabetestherapie zeigt der Maitake bemerkenswerte Eigenschaften. Studien belegen seine Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu senken und die Insulinsensitivität zu verbessern2. Die antidiabetische Wirkung wurde in verschiedenen Tiermodellen nachgewiesen.


Besonders interessant sind die Ergebnisse einer Studie an Zucker Fettratten (ZFR), die als Modell für Insulinresistenz dienen. Dabei zeigte sich, dass sowohl das Maitake-Gesamtpulver als auch seine Extrakte positive Effekte auf den Stoffwechsel haben. Die wasserlösliche Fraktion (WS) des Pilzes führte zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks, während das Gesamtpulver und die ätherlösliche Fraktion (ES) eine Reduktion von Insulin und HbA1c bewirkten4.


Die Wirkungsmechanismen des Maitake bei Diabetes sind komplex und umfassen mehrere Aspekte:


  1. Verbesserung der Insulinsensitivität


  2. Modulation der Glucoseaufnahme in die Zellen


  3. Unterstützung der Betazellen-Funktion


  4. Regulierung der Darmflora, die eine wichtige Rolle im Glucosestoffwechsel spielt3


Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die synergistische Wirkung des Maitake in Kombination mit konventionellen Therapien. Studien zeigen, dass die Kombination mit Chrom die blutzuckersenkenden Effekte noch verstärken kann4.


Reishi (Glänzender Lackporling) als Therapeutikum


Reishi - Vitalpilz

Botanik und Tradition


Der Reishi (Ganoderma lucidum), im deutschen Sprachraum als Glänzender Lackporling bekannt, ist ein holzbewohnender Pilz, der sich durch seine charakteristische Erscheinung auszeichnet. Seine glänzende, lackartige Oberflächenstruktur und der nierenförmige Fruchtkörper mit rötlich-brauner Färbung machen ihn unverwechselbar. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er seit über 2000 Jahren verwendet und wird dort als "Ling Zhi" oder "Pilz der Unsterblichkeit" bezeichnet, was seine besondere kulturelle und medizinische Bedeutung unterstreicht.


Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen


Der Reishi enthält eine beeindruckende Vielfalt bioaktiver Substanzen:


Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind die Polysaccharide und Triterpene (Ganodersäuren). Die Polysaccharide des Reishi zeichnen sich durch komplexe Strukturen aus und sind für ihre immunmodulierenden Eigenschaften bekannt. Sie zeigen antioxidative, entzündungshemmende und immunstimulierende Effekte2.


Die Ganodersäuren, als zweite Hauptwirkstoffgruppe, weisen ein breites Spektrum therapeutischer Eigenschaften auf, darunter:


  • Antioxidative Wirkung

  • Entzündungshemmende Effekte

  • Leberschützende Eigenschaften

  • Kardioprotektive Wirkung3


Darüber hinaus enthält der Pilz:


  • Proteine und Peptide

  • Flavonoide

  • Alkaloide

  • Vitamine und Mineralien4


Spezifische Wirkungen bei Diabetes


Frau mit Diabetes, die sich auf einem Weg dehnt

Im Kontext der Diabetesbehandlung zeigt der Reishi vielversprechende therapeutische Eigenschaften:


Die Polysaccharide des Reishi tragen zur Verbesserung der Insulinsensitivität bei und können den Blutzuckerspiegel effektiv senken. Studien zeigen, dass sie die Regulation von Stoffwechselenzymen positiv beeinflussen können4.


Die antidiabetische Wirkung basiert auf mehreren Mechanismen:


  1. Verbesserung der Glucoseaufnahme in die Zellen

  2. Schutz der insulinproduzierenden Betazellen durch antioxidative Effekte

  3. Regulation des Immunsystems, was bei der Prävention und Behandlung von Typ-1-Diabetes relevant sein könnte5


Besonders bemerkenswert ist die Kombination aus blutzuckersenkenden und kardioprotektiven Eigenschaften des Reishi, was für Diabetespatienten von besonderem Interesse ist, da sie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Die Polysaccharide zeigen zusätzlich positive Effekte auf:


  • Blutdruck

  • Lipidstoffwechsel

  • Endothelzellenfunktion4


Cordyceps als Therapeutikum


Cordyceps  - Vitalpilze

Botanik und Tradition


Cordyceps sinensis, auch als "Raupenpilz" bekannt, ist ein faszinierender Heilpilz mit einer ganz besonderen Lebensweise. Anders als gewöhnliche Pilze, die auf Holz oder im Boden wachsen, entwickelt sich Cordyceps auf Schmetterlingsraupen in den Bergregionen Tibets und Chinas. Der Pilz wächst dabei aus dem Körper der Raupe heraus und bildet einen stielförmigen Fruchtkörper - ein in der Natur einzigartiger Vorgang.


In der traditionellen chinesischen Heilkunst wird dieser besondere Pilz seit vielen Jahrhunderten als wertvolle Medizin geschätzt. Er gilt dort als stärkendes Mittel, das die Lebensenergie erhöht und verschiedene Körperfunktionen unterstützt1.


Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen


Die heilsame Wirkung von Cordyceps basiert auf seiner reichhaltigen Zusammensetzung an wertvollen Inhaltsstoffen. Wenn man den Pilz mit heißem Wasser extrahiert - ähnlich wie beim Teekochen - erhält man eine Mischung aus:


  • Verschiedenen Zuckerverbindungen (etwa 84%), die das Immunsystem stärken

  • Eiweißen (etwa 12%), die wichtig für Aufbau und Reparatur im Körper sind

  • Gesunden Fetten (etwa 2%)

  • Mineralstoffen (etwa 2%)2


Ein besonders wichtiger Inhaltsstoff ist das sogenannte Cordycepin. Diese Substanz ist wie ein natürliches Medikament und kann:


  • Entzündungen im Körper reduzieren

  • Das Immunsystem ausgleichen, sodass es weder zu stark noch zu schwach reagiert

  • Schädliche freie Radikale neutralisieren und so Zellen schützen3


Die im Pilz enthaltenen Polysaccharide (spezielle Zuckerverbindungen) sind wahre Alleskönner. Sie können:


  • Die Abwehrzellen des Körpers (Makrophagen) aktivieren

  • Die Produktion wichtiger Immunbotenstoffe anregen

  • Sowohl die örtliche Immunabwehr im Darm als auch das gesamte Immunsystem des Körpers stärken2


Spezifische Wirkungen bei Diabetes


Bei Diabetes mellitus Typ 2, der häufigsten Form von Diabetes, zeigt Cordyceps verschiedene positive Wirkungen. In Studien mit diabetischen Mäusen wurden folgende Verbesserungen beobachtet:


Positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel:


  • Verbesserung der Blutfettwerte: Das Verhältnis von "gutem" zu "schlechtem" Cholesterin wird erhöht

  • Unterstützung bei der Gewichtskontrolle durch Verringerung der Gewichtszunahme

  • Schutz der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse

  • Verbesserung der Nierenfunktion

  • Verringerung von schädlichen Ablagerungen in den Nieren4


Besonders wichtig ist der schützende Effekt auf die insulinproduzierenden Zellen (Beta-Zellen) in der Bauchspeicheldrüse. Auch wenn der Pilz den Blutzucker nicht direkt deutlich senkt, hilft er auf andere wichtige Weise:


  1. Er unterstützt die Funktion der insulinproduzierenden Zellen

  2. Er schützt die Nieren, die bei Diabetes oft geschädigt werden

  3. Er hilft dabei, die Blutfettwerte zu verbessern4


Die ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem könnte besonders bei Typ-1-Diabetes wichtig sein. Bei dieser Form greift das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen insulinproduzierenden Zellen an. Cordyceps könnte durch seine regulierende Wirkung auf das Immunsystem helfen, diesen Prozess zu beeinflussen.

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